Programm

18. November 2026 | live in Würzburg

ab 09:15 Uhr

Registrierung & Besuch der Fachausstellung mit Business-Frühstück


09:45 Uhr

Begrüßung und Einführung durch den Veranstalter


09:50 Uhr

  • KI als Pumpendetektiv? So geht Fehlersuche in Rotating Equipment mit großen Sprachmodellen wie ChatGPT

    Welche Rolle kann die KI – genauer Large Langue Models wie ChatGPT, Gemini oder Copilot, bei der Störungssuche für Pumpen, Verdichter und Co. spielen? Wie holen wir das meiste aus den virtuellen Helfern? Inklusive Praxisbeispiele und einer Betrachtung der rechtlichen Aspekte des Themas.

Dr. Christian Ellwein

Dr. Christian Ellwein

Geschäftsführer, KRIWAN Industrie-Elektronik GmbH


10:20 Uhr

  • Pumpen, Verdichter, Dichtungen und Co. ohne PFAS? Eine Branche sucht Lösungen

    Die Regulierungsbehörden erwägen ein umfassendes Verbot von per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) - was bedeutet das für das Rotating Equipment und die Dichtungsindustrie? Die Zukunft von PFAS in der Prozessindustrie steht auf der Kippe: Ein EU-weites Verbot dieser Hightech-Werkstoffe hätte gravierende Folgen - aber gibt es überhaupt Alternativen? Wie gehen Unternehmen mit dieser Herausforderung um?

Jörg Bechert

Jörg Bechert

Head of Liability, WTW


ab 10:50 Uhr

Kurze Kaffee- und Wechselpause (15 Minuten)


11:05 Uhr

  • Explosionsschutz bei Pumpenanlagen: Risiken, Schutzmaßnahmen und Best Practices

    In Chemie-, Petrochemie- und Gasindustrie gehören Pumpen zu den kritischsten Komponenten im Bereich des Explosionsschutzes: Als rotierende Maschinen wandeln sie mechanische Energie um und bergen können so durch Reibung, Hitzeentwicklung und unvorhersehbare Betriebszustände wie Trockenlauf oder Blockaden zur potenziellen Zündquelle werden. Ein tiefergehendes Verständnis der Risikofaktoren und die konsequente Umsetzung der ATEX-Vorgaben sind daher für Anlagenbetreiber und -Planer im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig!


    Dieser Vortrag beleuchtet systematisch die primären Gefahrenquellen beim Betrieb von Pumpenanlagen in explosionsgefährdeten Zonen. Im Fokus steht die Gegenüberstellung von primären, sekundären und tertiären Schutzmaßnahmen. Dabei wird praxisnah analysiert, wie moderne, hermetisch dichte Konstruktionen das Leckagerisiko auf ein Minimum reduzieren.


    Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie intelligente, messtechnische Überwachungssysteme – von der softwarebasierten Wirkleistungsüberwachung bis hin zur Sensorik für Temperatur- und Schwingungsanalysen – kritische Zustände detektieren, bevor eine zündfähige Atmosphäre oder eine heiße Oberfläche entsteht. Abschließend erhalten die Teilnehmer konkrete Best Practices für die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), den sicheren Potenzialausgleich und die rechtskonforme Dokumentation im Explosionsschutzdokument.

Mehmet Cengiz

Mehmet Sahin Cengiz

Senior Onshore Risk Engineer, Starr Europe Insurance Limited


11:35 Uhr

  • Wenn Schwingungen sichtbar werden: Ursachenanalyse mit Motion Amplification

    Schwingungsmesswerte zeigen, dass ein Problem existiert. Motion Amplification macht sichtbar, wo und wie sich Maschinenstrukturen tatsächlich bewegen. Der Vortrag zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie sich Aufstellungs-, Ausrichtungs- und Strukturprobleme schneller erkennen und verstehen lassen. Im Fokus steht die visuelle Ursachenanalyse als Ergänzung zu klassischen Schwingungsmessungen.

Dr. Sebastian Pueschel

Dr. Sebastian Pueschel

Reliability Engineer, Bayer AG


12:05 Uhr

  • Pumpentechnik in der Praxis - Die richtige Pumpe für den Prozess

    Der Vortrag vermittelt eine systematische und praxisorientierte Vorgehensweise zur Auswahl und Auslegung von Pumpen in verfahrenstechnischen Anlagen. Ausgangspunkt ist dabei nicht die Pumpenbauart, sondern die konkrete Förderaufgabe.


    Eigenschaften des Fördermediums, Anlagencharakteristik, Zulaufbedingungen, Betriebsweise und Prozessanforderungen werden mit den konstruktiven Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher Pumpenbauarten verknüpft. Daraus entsteht eine nachvollziehbare Grundlage für die Auswahl, Auslegung und Spezifikation geeigneter Pumpensysteme.


    Ebenso spielen unter anderem die Einflüsse von Viskosität, Scherung, Feststoffen, Abrasion, Korrosion, Temperatur und Dampfdruck sowie die Bedeutung von NPSH, Kavitation und saugseitigen Anlagenbedingungen eine wichtige Rolle. Nicht zu vergessen die spezifischen Anforderungen an Werkstoffe, Dichtsysteme, Hygiene, Reinigung, Regelung und Instandhaltung.


    Die Pumpe kann nur mit den Bedingungen arbeiten, die ihr die Anlage zur Verfügung stellt. Die Pumpenbauart ist immer eine Folge der Aufgabe, weshalb technisch naheliegende Lösungen in der Praxis nicht immer die richtigen sind.

Robert Wurbs

Manfred Thamm

Berater für Pumpanwendungen


ab 12:35 Uhr

Lunch, Networking & Besuch der Fachausstellung (Geführter Teilnehmerrundgang)


13:40 Uhr

  • Cyber-resiliente Zustandsüberwachung in der Prozessindustrie: Was Betreiber, Hersteller und OT-Experten jetzt wissen müssen

    KRITIS, NIS2 und der CRA setzen neue Maßstäbe für eine cyber-resiliente Zustandsüberwachung in der Prozessindustrie. Hersteller, Betreiber und OT-Experten müssen regulatorische Vorgaben effizient in die Anlagensicherheit integrieren. Der Beitrag zeigt konkrete Wege zur technischen Umsetzung auf und erläutert den Schutz kritischer Infrastrukturen vor wachsenden Cyber-Bedrohungen.


14:10 Uhr

  • Aus dem Bauch? Analytisch? Oder per Simulation? Wie plane ich Rotating Equipment richtig

    Formeln aus Normen, Simulationen oder Bauchgefühl – die Bauteilbemessung hat viele Gesichter. Der Vortrag beleuchtet, wann welche Methode die Richtige ist, welche Fallstricke drohen und wo sie im Entwicklungsprozess am besten aufgehoben sind.


14:40 Uhr

  • Warum Vibration allein nicht reicht – Ganzheitliches Condition Monitoring durch multiphysikalisches IIoT-Ökosystem und Digital Twin

    Vibrationsdaten ohne Prozesskontext führen oft zu Fehlinterpretationen. Ein multiphysikalisches IIoT-Ökosystem vernetzt Vibration mit Parametern wie Druck und Temperatur zu einem digitalen Zwilling. Der resultierende „Application Anomaly Score“ minimiert Fehlalarme und steigert die Wartungseffizienz in Brownfield-Anlagen durch präzise, automatisierte Zustandsbewertungen via Edge- und Cloud-KI.

Dominik Huller

Dominik Huller

IIoT Application Engineer, WIKA Gruppe


ab 15:10 Uhr

Kurze Kaffee- und Wechselpause (15 Minuten)


15:40 Uhr

  • Cyber Security für Rotating Equipment: Anforderungen aus KRITIS, NIS2 und dem Cyber Resilience Act am Beispiel einer vernetzten Prozesspumpe

    Cyber Security ist für rotating Equipment längst kein reines IT-Thema mehr. Mit KRITIS, NIS2 und dem Cyber Resilience Act (CRA) stehen Betreiber, Hersteller und OT-Experten vor einem regulatorischen Dreiklang, der erstmals den gesamten Lebenszyklus von Anlagen, Komponenten und digitalen Produkten 

    adressiert – von der Entwicklung über den Betrieb bis zur Wartung.


    Der Vortrag stellt die drei Regelwerke zunächst gegenüber: Während KRITIS und NIS2 primär Pflichten für Betreiber kritischer bzw. wichtiger Einrichtungen definieren, richtet sich der Cyber Resilience Act erstmals verbindlich an Hersteller und Importeure von Produkten mit digitalen Elementen – darunter auch Pumpen, Kompressoren, Antriebe oder Condition-Monitoring-Systeme.

    Der regulatorische Geltungsraum unterscheidet sich deutlich: KRITIS gilt national in Deutschland, NIS2 

    und CRA europaweit. Gleichzeitig bestehen Überschneidungen bei Themen wie Risikomanagement, Incident Handling und Dokumentationspflichten, jedoch mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten entlang der Wertschöpfungskette.


    Als durchgängiges Praxisbeispiel dient eine vernetzte Prozess-Kreiselpumpe mit Condition Monitoring und Remote-Service-Zugang, wie sie in chemischen Produktionsanlagen häufig eingesetzt wird. In einem Beispielprojekt betreibt ein Chemieunternehmen mehrere digital angebundene Pumpenstränge zur 

    Förderung von Prozessmedien. Der Betreiber fällt unter KRITIS bzw. künftig NIS2, während der Pumpenhersteller durch den CRA verpflichtet wird, Cyber Security bereits in Entwicklung, Dokumentation und Wartung umzusetzen. Während der Betreiber sich vor allem auf Anlagenverfügbarkeit, 

    Notfallprozesse und Meldepflichten konzentrieren muss, liegt der Fokus beim Hersteller auf Secure-byDesign, Schwachstellenmanagement und sicheren Updateprozessen.


    Der Fokus des Vortrags liegt auf dem Cyber Resilience Act: Was fordert er konkret? Welche technischen 

    und organisatorischen Maßnahmen sind notwendig? Und wie verändern sich Entwicklungsprozesse, Lieferketten und Vertragsmodelle? Am Beispiel der Pumpe wird praxisnah erläutert, wie Secure-byDesign, Risikoanalysen und Vulnerability Handling umgesetzt werden können – und wo typische Stolpersteine zwischen Hersteller, Integrator und Betreiber liegen. Ziel des Vortrags ist es, regulatorische Anforderungen greifbar zu machen, Verantwortlichkeiten klar einzuordnen und konkrete Handlungsempfehlungen aus einem realen Projekt abzuleiten – für mehr Cyber-Resilienz in der OT von rotating Equipment.


16:10 Uhr

  • Die TCO Falle: Warum der Teufel im Detail steckt und billig of teuer zu stehen kommt

    Mit der Anschaffung ist es nicht getan: Das Rotating Equipment verursacht immense Kosten im Betrieb. Energieverbrauch, Instandhaltung und Ersatzteile schlagen schnell erhebliche Löcher ins Kontor – von möglichen Stillstands- oder Aufallkosten ganz zu schweigen. Wie kommen Betreiber raus aus der TCO-Falle?

Benjamin Wessling

Benjamin Wessling

Unabhängiger Berater und Spezialist für industrielle Dichtungstechnik mit dem Fokus auf anwendungsspezifische Gleitringdichtungen


16:40 Uhr

Abschlussdiskussion


17:10 Uhr

Verabschiedung & Ende der Veranstaltung


ABENDVERANSTALTUNG

ab 18:00 Uhr

Ausklang & Networking im Würzburger Hofbräukeller

(Impressionen aus dem letzten Jahr)

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